
Der bekannte Werbetexter und Konzeptkünstler Jean-Remy von Matt berichtet in seinem Impulsvortrag von den drei Erweckungserlebnissen, die ihn auf seinen Weg gebracht haben.
Wie er in der Werbung unzufrieden blieb, aber dennoch glücklich wurde. Und warum es in der Kreativwirtschaft Erfolg nur zu zweien gibt.
Zum Abschluss trägt er sechs kurze Passagen aus seinem neuen Buch „Am Ende“ vor.
In diesem Buch zieht der Autor eine Bilanz seines kreativen Lebens. Mit der provokanten Behauptung, dies sei „das erste Buch, das von Anfang bis Ende immer schlechter wird“ bewirbt er seinen Bestseller, in dem äußerst unterhaltsam Erlebnisse und Erkenntnisse aus seiner Kindheit, der Werbebranche und der Kulturszene vermittelt werden. Im Gespräch mit Walter Smerling wird Jean-Remy von Matt die Hintergründe seines Werkes und seiner beeindruckenden Karriere erläutern und Fragen des Publikums beantworten.
Biografische Information:
Jean-Remy wurde 1952 in Brüssel geboren, wuchs in Zürich auf und lebt seit 1975 in Deutschland, heute in Berlin.
Er verbrachte fast fünf Jahrzehnte als Kreativer in verschiedenen Werbeagenturen. 1991 gründete er mit seinem Partner Holger Jung die Agentur Jung von Matt, die bald zu einer der größten unabhängigen Agenturen in Europa wurde. Ihre Agentur galt jahrzehntelang als die kreativste Deutschlands und war mehrfach „unabhängige Agentur des Jahres“ bei den Cannes Lions.
Im Jahr 2020 begann er, sich mit konzeptioneller Kunst zu beschäftigen. Bald hatte er seine ersten Ausstellungen in Museen und Galerien. Seine bis heute bekanntesten Arbeiten, die in zahlreichen Publikationen besprochen wurden, sind seine Lebenszeit-Installationen, mit denen er unsere Vergänglichkeit sichtbar und damit bewusst macht. Bereits 2002 entwickelte Jean-Remy für sich eine Lebenszeituhr. Im Jahr 2022 präsentierte er dann seine erste Lebenszeitskulptur Carpe Vitam Clock.
Als kreativer Kopf fasziniert ihn die gestaltbare Zukunft viel mehr als die bereits abgeschlossene Vergangenheit. Unsere Lebenserwartung ist eines seiner Lieblingsthemen.