Norbert Kricke – Bewegung im Raum

Ab dem 18. November 2022 wird die Ausstellung im 3. OG Norbert Kricke als Ausnahmekünstler ehren. Norbert Kricke, der Kunst nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland wegweisende Impulse vermittelt hat und dessen Werke bis heute nicht an Dynamik verloren haben. Neben den herausragenden Plastiken aus drei Jahrzehnten seines Schaffens sind auch zahlreiche Zeichnungen zu sehen.

18. November 2022 bis 31. März 2023

Norbert Kricke hat der Kunst nach 1945 wegweisende Impulse vermittelt. Bis heute haben seine
Werke nichts an Dynamik verloren. In diesem Jahr wäre der Künstler und ehemalige Rektor der
Düsseldorfer Kunstakademie 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass ehrt das Museum
Küppersmühle in Kooperation mit dem Freundeskreis Norbert Kricke e.V. den Künstler mit der
Sondersausstellung „Bewegung im Raum“, die ab dem 18. November im Obergeschoss des
MKM-Neubaus präsentiert wird.


Rund 40 Raumplastiken aus drei Jahrzehnten werden zu sehen sein. Ein besonderer Akzent liegt
dabei auf dem Spätwerk der Jahre 1975–1984. Gezeigt werden darüber hinaus grafische
Arbeiten bis hin zu seinen letzten Zeichnungen, den einzigartigen „Schlussstrichen”.
Während Krickes erste Arbeiten in den 1940er-Jahren noch die Formsprache der klassischen
figurativen Skulpturen beinhalten, fand der Künstler – im Geiste des Informel stehend – ab den
1950er-Jahren im filigranen, biegsamen Drahtgestell schnell sein eigentliches plastisches
Gestaltungsmittel, dem er fortan künstlerisch treu bleiben sollte. Seine radikale Abwendung vom
klassischen Skulpturenbegriff war geprägt von seinem Interesse an der Darstellung von Raum
und Zeit. So postuliert er 1954: „Mein Problem ist nicht Masse, ist nicht Figur, sondern es ist der
Raum und es ist die Bewegung – Raum und Zeit.“


Anstatt durch kompakte Massenvolumen aus Materialien wie Marmor, Stein und Bronze eine
geschlossene Oberfläche auszubilden und damit den Raum zu verdrängen, strebte Norbert
Kricke nach einer künstlerischen Einheit von Skulptur, Raum und Bewegung, und zwar nicht als
Abbild des Realen, sondern als ein primäres Erlebnis. So sind die Linien, die gebündelt,
gebogen, überlagernd den bildnerischen Raum erkunden, ihm gegenüber stets offen. Sie bieten
dem Besucher bei jeder Annährung an Krickes „Raumplastiken“ aufs Neue Konfrontations- und
Erlebnismöglichkeiten, sowohl visuell als auch konzeptuell.

Eindrücke der Eröffnung

Eintritt: 12,00 € p. P. | ermäßigt 6,00 € p. P.